Biologische Öle und Fette als Diesel- und Heizölersatz?

Der beginnende dramatische Preisanstieg bei den Mineralölen, die Endlichkeit der Vorräte und die Abhängigkeit von den Eignern dieser Bodenschätze zwingen neben den mit der CO2-Emission verbundenenen Probleme zu einer radikalen Abkehr von den bestehenden Energiekonzepten. Nur die Energien, die uns die Sonne direkt durch ihre Strahlung oder indirekt durch die Naturkräfte und die mit der Photosynthese gespeicherte chemische Energie Tag für Tag schenkt, sind für uns Europäer zukunftssicher. Auf dem jahrhundertealten Bestreben zur Nutzung dieser Kräfte beruht unsere eigentliche Kultur. Wirklich gute Konzepte beruhen darauf, daß man Rest- und Abfallstoffe sorgfältig sammelt und etwas Nützliches daraus macht. Da gibt es beispielsweise die Holzpelletheizungen, das BTL-Verfahren zur Treibstoffherstellung oder die Methangaserzeugung aus Gülle und Bioabfall. Aber auch die täglich anfallenden Mengen an biologischen Altölen aus der Gastronomie und der Lebensmittelindustrie sind nicht unerheblich. Ganz speziell ihnen sind die Inhalte dieser Website gewidmet. Öle und Fette sind hocheffiziente und dazu noch umweltverträgliche Energieträger und können Dieselkraftstoffe oder Heizöle ersetzen. Um es vorauszuschicken - der Motorbetrieb wird mit Dieselersatzkraftstoffen, insbesondere mit fettigen Ölen (Triglyzeriden) zunächst nicht einfacher. Die Maschinen sind für diese zähflüssigen,



schlechter zündenden Flüssigkeiten nicht konstruiert und den Einstieg in die Praxis des billigeren Betriebsstoffes schafft man nur mit Geduld und einem gewissen Grundinteresse an der Funktionsweise des modernen Dieselmotors. Der Autor dieser Webseite beschäftigt sich seit ca. 5 Jahren mit der Thematik in Theorie und Praxis. Die grundlegende Herausforderung bestand vor allem darin, nicht nur mit hochwertigen und mittlerweile teuren frischen Pflanzenölen zu arbeiten, sondern auch alte Gastro-Frittieröle und -fette zu recyceln und mit bezahlbaren funktionellen Ergänzungen am Motor einen störungsfreien Ganzjahresbetrieb zu garantieren. Diese Ziele wurden im Wesentlichen erreicht, viele Fehlversuche, Pannen, Rückschläge und unerwartete Teilerfolge inbegriffen. Rückblickend kann man auch sagen, daß mit Pflanzenölen Motoren nicht wirklich kaputtzukriegen sind, sofern keine chemischen Verschmutzungen im Kraftstoff vorliegen, die vorgeschriebenen Wartungsarbeiten (z.B. Ölwechsel, Düsen, Glühkerzen) eingehalten werden und die Maschine konstruktiv für ein derartiges Vorhaben geeignet ist. Unter diesen Voraussetzungen sollte dann eine technische Lösung entstehen, die ihrem Besitzer und dessen Sparschwein große Freude bereitet, die Umwelt in der Summe geringer belastet und für das Ende des fossilen Zeitalters bestens gerüstet ist. In diesem Sinne wünsche ich allen Gleichgesinnten Erfolg.        

                          Frank Bode           Dresden im März 2010

Eine neuartige Lösung für Ihr

mobiles Energieproblem

 

www.thermobilader.de

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Impressum:
Bode Spartechnik
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Tel. 0351 79277291
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Mobil 0178 1580718
spartechnik@bildtextdd.de
www.bode-spartechnik.de
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thermoisolierter Waschbehälter mit innenliegender Heizwendel für ca. 500 Liter Pöl
links zu sehen: Dieselwasserheizer 30 KW, daneben der Industriebeutelfilter zum
schnellen Befüllen der Vorratskanister

chem.-phys. Reinigungsverfahren für biologische Altöle und -Fette

Das AltPöl-Waschverfahren ist eine preiswerte Alternative für den kleinteiligen Betriebsstoffbedarf. Biologische Altöle und -Fette nahezu beliebigen Verschmutzungsgrades  können mit handelsüblichen Chemikalien (ca. 3 EURCent/Liter) und etwas Wasser neutralisiert und von Partikeln durch Sedimentation befreit werden. Enorme Zeit- und Kostenersparnis! Keine verstopften Filter mehr! Langfristige Lagerung und Trennung in ölige und fettige Anteile möglich.
Riecht wieder gut, kostet wenig, tut dem Motor gut! 

Zum Preis von 550.- € (inkl. 19% MWSt.) können Sie die Einzellizenz erwerben und einen Tageslehrgang in meiner Werkstatt absolvieren. Eine Grundausstattung an Chemikalien ist auch dabei. Viele nützliche Tips und Anregungen inklusive. Beim Bau eines geeigneten thermoisolierten Waschbehälters bin ich Ihnen gern behilflich. Eine Anfertigung kann ggf. auch vereinbart werden.

Anfragen dazu bitte per Tel., Fax oder e-mail



Ein einfach zu handhabendes  14er Testset zum Messen des Säurewertes gibt´s bei BioCar.

 

vereinfachte Vorderansicht


Funktionsschema

Blockheizkraftwerk BST4000W/1

Das BST 4000W/1 ist als Insellösung für kleinere Verbraucher konzipiert und es existiert ein funktionierender Prototyp. Speziell Eigenheime, Ferienhäuser und kleine Werkstätten sollen damit autonom oder ergänzend zur vorhandenen Heizungsanlage mit Strom und Wärme versorgt werden. Die Energieerzeugung wird entsprechend dem jeweiligen Leistungsbedarf angepasst geregelt. Zusätzlich können Solarpanels, Wind- und Wasserkraftgeneratoren an den internen Pufferakku angeschlossen werden. Eine weitere Zusatzfunktion ist die externe Batterieladung, beispielsweise für Gabelstapler, Elektroautos oder Elektroboote. Eine Einspeisung ins öffentliche Netz ist aufgrund der konstruktiven Besonderheiten nicht vorgesehen. Beim  Pflanzenölbetrieb ist der Einsatz auch in ökologisch sensiblen Gegenden möglich. Der Bio-Kraftstoff kann in wechselbaren 30-Liter-Gebinden gelagert und zugeführt werden. Sonderanfertigungen für den mobilen Einsatz des BHKW (Anhänger) sind möglich.

Technische Angaben:

elektrische Leistung max. 2000 VA (Dauer)

elektrische Leistung max. 4000 VA (Kurzzeit) über Wechselrichter/Batteriereserve

thermische Leistung ca. 6 kW

Motor: liegender Einzylinder-Wirbelkammerdiesel R180, wassergekühlt
            5 kW   2600 rpm   400 ccm

Betrieb: leistungsangepasst modulierend

antriebslose Funktion (Notstrom/USV-Betr.): zB. 4 Std. 1000 VA

Betriebsstoffe: Heizöl, Pflanzenöl, gereinigtes Altpflanzenöl und Fett

geeignet als Ladestation für 12 V, 24 V oder 48 V bis zu 400 (200,100) A 

ergänzende Energiezufuhr über Solarpaneels, Wind- und Wasserkraft möglich

interne Speicherung 390 Ah bei 12 V

Gesamtgewicht (ohne Kraftstoffkanister) ca. 300 kg

Abmessungen: 850 x 630 x 1500 mm

Verbrauch: 300 g/ KWh (elektrischer Anteil)

Das Mini BHKW ist derzeit als Prototyp in meiner Werkstat verfügbar. Da ich leider selbst keinen geeigneten Einsatzort finden konnte ist es noch nicht installiert. Falls Sie Interesse am Kauf  zum Fertigbau bzw. dem Anschluss an eine Warmwasserhausinstallation haben  nehmen Sie bitte Kontakt zu mir auf.


Argumente, Fakten, Pro und Kontra zum Thema Pflanzenölmotor
Öle und Fette (Triglyzeride) sind Grundbausteine des Lebens, derzeit billiger als Erdölprodukte und als nachwachsende Rohstoffe auch in der ferneren Zukunft verfügbar. Der Energiegehalt entspricht dem von Diesel und man kann diese Stoffe gefahrlos transportieren und lagern. Bei der Verbrennung wird nur der CO2-Gehalt, den die Nutzpflanze mit der Photosynthese aus der Atmosphäre entnahm an diese zurückgegeben.
Biodiesel ist ein umgeestertes Pflanzenöl, dem mittels eines patentierten Verfahrens die Glyzerinmoleküle durch Methanol (ebenfalls ein dreiwertiger Alkohol) ersetzt wurden. Dadurch hat Biodiesel annähernd die gleiche Fließfähigkeit wie mineralischer Diesel und kann in Motoren ohne Zusatzeinrichtungen verbrannt werden. Nachteilig ist jedoch die Aggressivität gegenüber Gummidichtungen und Schläuchen. Fahrzeuge müssen vom Hersteller für Biodiesel freigegeben sein.
Das Autofahren mit Pflanzenöl wird von den Insassen als angenehm empfunden, da das Motorengeräusch durch den etwas weicheren Verbrennungsverlauf gedämpft wird. Dadurch werden auch die Lager geschont und auf der Autobahn im oberen Drehzahlbereich schnurrt der Dieselmotor wie ein Kätzchen.
Pflanzenöle und -fette lassen sich problemlos mit Diesel, Petroleum und Benzin mischen. Das sollte aber aus rechtlichen Gründen immer nur im Fahrzeugtank geschehen. Durch spezielle Wintermischungen kann der Flammpunkt des Pflanzenöles abgesenkt und die Fließfähigkeit verbessert werden. Rezepte dazu findet man im Internet oder man probiert es selbst aus.
In der Regel sind große Motoren besser für den Pflanzenölbetrieb geeignet als kleine. Bei den Vielfahrern - vor allem im Fernverkehr ist naturgemäß das Einsparpotential am höchsten. Ein oft gehörtes Argument "Die stinken ja so..." sollte Anlass zum Nachdenken geben. Wir riechen den Dieselgestank nicht mehr, weil sich unser Geruchssinn an diese Note gewöhnt hat. Ein professionell umgerüstetes Fahrzeug verbrennt beim Erreichen der Betriebstemperatur auch Pflanzenöl nahezu geruchlos.
Herkömmliche Dieselmotoren springen mit Pflanzenöl vor allem in der kalten Jahreszeit schlechter an als mit Diesel. Das betrifft  insbesondere Fahrzeuge mit verschlissenen Einspritzdüsen, defekten Glühkerzen und mangelhafter Motorkompression. Der Grund ist der erheblich höhere Flammpunkt und die hohe Viskosität (Zähflüssigkeit) des Öles im kalten Zustand. Auch top-gewartete Motoren versagen an dieser Stelle ihren Dienst, so daß spezielle Aufrüst- und Umbauarbeiten zur Vorheizung des Ersatzkraftstoffes am KFZ notwendig sind. Mittlerweile gibt es eine Vielzahl von Anbietern für Pflanzenölumrüstung. Die hochpreisigen ändern die Motorsteuerung derart, daß ausschließlich mit Pflanzenöl gefahren werden kann (Eintanksystem). Allerdings sind diese Fahrzeuge nicht für fettige Öle geeignet. Flexibler ist in dieser Hinsicht das Zweitanksystem. Gestartet wird hierbei mit Diesel und nach Erreichen der Betriebstemperatur manuell oder automatisch auf Pflanzenöl umgeschaltet. Vor Erreichen des Fahrtzieles und bei längeren Pausen muß man rechtzeitig an die Rückstellung auf Diesel denken oder aber noch ein paar "Hofrunden"  drehen, damit das gute Stück den nächsten Startvorgang schafft ohne die Batterie zu entleeren.
Ein anderes Problem ist die mannigfaltige Erscheinung der Bio-Öle. Man kann die Begriffe Öl oder Fett nicht so ohne weiteres abgrenzen. Chemisch gesehen sind sie der gleiche Stoff, nämlich ein Glyzerinmolekül mit 3 angelagerten langkettigen Fettsäuren. Ebendiese Langkettigkeit ist das Maß für deren Beweglichkeit und die Einteilung in Öl oder Fett. Im Gegensatz zu Diesel verändert sich mit der Zeit unter dem Einfluß von UV-Licht, Sauerstoff und der im Wasseranteil enthaltenen Restsäuren die Struktur der hochkomplexen Fettmoleküle und es kommt zu Trübungen, Ausfällungen und anderen unerwünschten Erscheinungen. Die Lagerung, Raffination und Filtration der Bio-Öle muß diesen Gegebenheiten Rechnung tragen. Bei niedrigen Temperaturen steigt der Anteil der Fette im Pflanzenöl. Die Folge sind Probleme mit den meist im Durchmesser recht knapp bemessenen Original-Kraftstoffleitungen. Das "Zeug" kommt einfach nicht schnell genug nach und verursacht Leistungsaussetzer. Wer schon mal einen Tank ausgebaut hat, der weiß, wie aufwendig es wird, die Zuleitungen gegen stärkere auszutauschen... Wenigfahrern oder Leuten, die nur kurze Strecken im Stadtbereich fahren sind Pflanzenölumbauten nicht zu empfehlen. Im kalten Betriebszustand werden insbesondere bei Direkteinspritzern größere Mengen Pflanzenöl in das Motorenöl eingetragen und verschlechtern die Schmiereigenschaften. Durch Polymerisation kann es zum Abreißen des Ölkreislaufs kommen, was einen 100%igen Motorschaden bedeutet. Die Verwendung spezieller pflanzenölverträglicher Motoröle (zB. PLANTOMOT 5 W40) und die strikte Einhaltung der Ölwechselintervalle minimieren diese Gefahr.


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